Endlich. Ein weiteres Stück Normalität kehrt zurück. Nach mehr als einem Jahr Corona-Zwangspause können die Stadt Frankenberg und der Kaufmännische Verein wieder ein Stadtfest feiern. An diesem Wochenende, 25. und 26. September,  steht das Herbststadtfest auf dem Programm – coronabedingt allerdings in etwas kleinerer Form. Das Wichtigste: Die Läden der Frankenberger Einzelhändler in der Fußgängerzone sind an beiden Tagen verkaufsoffen – am Samstag von 9.30 bis 18 Uhr, am Sonntag von 12 bis 18 Uhr. 2020 hatte die Pandemie alle Aktionen in der Frankenberger Innenstadt gestoppt, beim Herbststadtfest darf nun eingekauft und auch ein wenig gefeiert werden. 

Erstmals nehmen die Frankenberger Kaufleute auch an der Aktion “Heimat shoppen” teil – die entsprechenden Einkaufstüten gibt`s in den teilnehmenden Geschäften.  Durch diese Aktion soll die Bedeutung der lokalen Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen für mehr Lebensqualität in das Bewusstsein der Verbraucher gerückt werden. “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah”, sagt Andrè  Kreisz, der Vorsitzende der Frankenberger Kaufleute. An beiden “Herbststadtfest-Tagen” warten Aktionen, Rabatte und Überraschungen auf die erwartungsvollen Kunden. Auch ein kleiner Markt mit Buden und Ständen lädt zum Kommen, Bummeln und Staunenein. Eine weitere Attraktion des Herbststadtfestes: Bei einer Ausstellung des Autohauses Hoffmann in der Bahnhofstraße feiert VW mit seinem neuen Polo eine Markteröffnung. Und auch der neue Skoda-Fabia ist zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt: das Reisemobil T6 California. “Reisemobile erleben aktuell einen rasanten Aufstieg”, sagt Robin Lichte vom Bottendorfer Autohaus.

Beim Frankenberger Herbststadtfest treten einige Künstler auch wieder live auf: die beliebte Frankenberger Stadtkapelle und die Marburg/Biedenkopf/Frankenberger Band “Kotten Stompers” um den aus Frankenberg stammenden Bandleader Hans-Jürgen Rindfuß. Am Samstagabend trägt sogar die evangelische Kirchengemeinde ihren Beitrag zum Gelingen des Stadtfestes bei: Um 18 Uhr beginnt der Hit-From-Heaven-Gottesdienst in der Liebfrauenkirche. 

In Frankenberg hat die Stadtkapelle schon längst Kultstatus. Bei jedem Stadtfest sind die Musiker dabei, erst vor zwei Jahren feierte die Kapelle ihr 30-jähriges Bestehen. Wegen Corona ist die Stadtkapelle diesmal allerdings in einer etwa anderen Form zu erleben – die Musiker ziehen als “Walking-Act” durch die Fußgängerzone. Für die Frankenberger Musikanten ist das allerdings nicht ungewohnt: Auch beim traditionellen Umzug in den Listenbach marschiert die Stadtkapelle immer kräftig vorneweg und macht Musik. Wie gewohnt, werden die Stadtmusiker wieder ein breites musikalisches Repertoire im Programm haben – von der Gründerzeit bis in die 2000er-Jahre. Die Stadtkapelle wird ihr Publikum mit auf eine kleine musikalische Zeitreise nehmen.

Nur am Sonntag sind die “Kotten Stompers” zu sehen und zu hören. Die sieben Musiker Hans-Jürgen Rindfuß, Dr. Arno Sellmann, Silvia Salzbauer, Charly Mutschler, Otto Dreher, Rainer Sochiera und Stefan Wocadlo am Schlagzeug präsentieren Classic-Jazz, Swing, Dixieland, New-Orleans-Jazz und Blues, sie bieten den Zuhörern liebevoll arrangierte Klassik unter anderem von Louis Armstrong, Duke Ellington und Fats Waller.

Auch beim Hit-From-Heaven-Gottesdienst in der Liebfrauenkirche ist eine heimische Band dabei: die Backstrikers mit Frontmann Matthze Maurer. Im Mittelpunkt des Abends steht aber der Song “Irgendwann ist jetzt” des bekannten und beliebten deutschen Sängers und Songwriters Max Giesinger.

Das Frankenberger Herbststadtfest findet selbstverständlich unter Wahrung aller Hygienevorschriften statt, wegen der Pandemie sind die Anzahl der Marktstände und das Rahmenprogramm reduziert. “Es ist ein entspanntes und abstandsorientiertes Einkaufen möglich”, sagt Kaufleute-Chef André Kreisz.